blackbox schlachthof 02

Trügerische Idylle „Tierwohl Schlachthof“

Nächtliche Aktion im Industriegebiet: Mit Klettergeschirr, Sauerstoffflasche und Minikameras steigen Tierschützer:innen in den Schacht der CO₂-Gondel, um festzuhalten, was Schweine in ihren letzten Minuten erleben.​

Wir hören, wie Betäubung mit Gas, Strom und Bolzenschuss tatsächlich funktioniert, warum Fehlbetäubungen millionenfach vorkommen – und wie die Aktion im „Tierwohl“-Schlachthof schließlich mit Blaulicht und Festnahme endet.

recap

In der ersten von drei Folgen haben wir uns hier bei „dreckige Pfoten“ den Schlachthofprozess unter die Lupe genommen: Zwei Tierschützer stehen vor Gericht, weil ein „Tierwohl“-Schlachthof die schrecklichen Bilder aus seinem Betrieb nicht in der Öffentlichkeit sehen will.

Nach außen wird Transparenz verkauft, aber innen sieht alles etwas anders aus:  Die Recherche-Aktivisten Anna und Hendrik haben undercover, mit versteckten Kameras gezeigt, was normalerweise hinter Imagefilmen und Tierwohl-Slogans verschwindet.

Die grausamen Aufnahmen landeten in Fernsehbeiträgen und zeigten so die Realität für 80 % der deutschen Schlacht-Schweine.

Der Schlachthof fordert nun Unterlassung und Schadensersatz in ruinöser Höhe.

Am Ende bleibt die Frage: Wer wird hier eigentlich zur Rechenschaft gezogen – die, die Tiere quälen, oder die, die das sichtbar machen?

dreckige pfoten

1. Tierschützer:innen bereiten sich vor

Es ist eine sehr ruhige Montagnacht: Die Straßen in diesem Industriegebiet, irgendwo in Niedersachsen, sind menschenleer. Kein Auto ist unterwegs. Und die Rushhour ist noch einige Stunden entfernt. In einem kleinen Waldstück machen sich ein paar Tierrechtsaktivisti bereit für ihren Job. Für ihre Arbeit ist die Nacht besonders geeignet. Denn keiner von ihnen will Menschen oder Tiere in irgendeiner Weise gefährden. Eine wolkenlose Nacht im Frühjahr ist also perfekt! Heute Nacht wollen sie beweisen, dass Schweine bei der Betäubung mit Kohlendioxid (CO₂) unglaublichen Qualen ausgesetzt werden.
Um das zu machen, haben sie sich vorbereitet.
Auf dem Gelände ist relativ schnell ausgemacht, wo die Betäubung stattfindet: Eine unscheinbare Box aus Edelstahl verhüllt das eigentliche „Herzstück“: ein Gondel-System, das in die dunkle Tiefe führt[i]. Mit professionellem Klettergeschirr und einer Sauerstoffflasche ausgerüstet, geht es hinab in das dunkle Loch der sogenannten „CO₂-Gondel“. Gondeln aus Metall werden wie mit einem Fahrstuhl in die Tiefe gelassen und kommen auf der anderen Seite wieder nach oben. Es sind nur wenige Sekunden in der Dunkelheit – aber da unten herrscht eine so hohe CO₂-Konzentration, dass nur wenige Sekunden reichen, um das Bewusstsein zu verlieren. Das gilt auch für Menschen.
Deshalb wäre ohne Sauerstoff hinabzusteigen fahrlässig.
Ganz langsam geht es für Anna hinab. Oben stehen andere Aktivisti für den Notfall bereit. Notfall bedeutet entweder „unerwünschter Besuch“ oder Probleme im mit CO₂ gefüllten Schacht. Doch alles klappt wie geplant: Die kleinen Kameras werden an den Metallstangen der Gondeln montiert. In ein paar Stunden werden sie schreckliche Bilder aufzeichnen. Der ganz normale Alltag in diesem und noch vielen weiteren Schlachthöfen.
Bis dahin sind die Aktivisti längst wieder verschwunden.

2. Geschichte des Schlachtens

2.1 „The Jungle“

Sie nutzen alles vom Schwein – außer das Schreien.
– Upton Sinclair: „Der Dschungel“[ii] Mehr als nur „lebhaft“ könnte man das „Packingtown“ genannte Schlachthof-Viertel im Chicago des Jahres 1904 nennen: Überall wuseln Menschen, werden Karren umhergeschoben, Ladungen von Waggons geladen. Lange bevor sich die Autoindustrie angesiedelt hatte, kamen Menschen aus der ganzen Welt hier an, um Fuß zu fassen und sich einen Teil des „amerikanischen Traums“ zu schnappen. Leider in den meisten Fällen mit wenig Erfolg. Das Gelände der „Union Stock Yards“ spannte sich über mehrere Quadratkilometer. Hier wurden schon zwischen 1865 und 1900 rund 400 Millionen Tiere geschlachtet [iii]. Für ein paar Wochen tummelte sich auch der Schriftsteller Upton Sinclair hier herum, um für sein neuestes Buch zu recherchieren. Im „meatpacking district“ – dem „Fleischverarbeitungs-Bezirk“[iv] erlebte er einen extrem unhygienischen Verarbeitungsprozess von Fleisch. Dazu kamen grausame Arbeitsbedingungen, die Ausbeutung der Ärmsten der Armen und gigantische Umweltschäden. Manche Arbeiter:innen verloren Gliedmaßen in einer Suppe aus tierischen Eingeweiden und landeten damit auch in der Wurst auf dem Teller der Amerikaner:innen. Andere verletzten sich schwer und mussten trotzdem weiterarbeiten, da ihnen sonst kein Gehalt gezahlt wurde. Der Chicago River wurde wegen ständiger Verschmutzung mit verwesenden Resten aus der Fleischindustrie auch „Bubbly Creek“ – „blubbernder Bach“ – genannt⁣ [v]. Nachdem er all das erlebt hatte, tippte sich Upton Sinclair die Finger wund. Es entstand eines der einflussreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts: „The Jungle“ – „Der Dschungel“

Ein kleiner Einblick

Der litauische Einwanderer und Hauptcharakter, Jurgis Rudkus, erfährt in den „Union Stock Yards“ in Chicago einige der schlimmsten Effekte des aufstrebenden Kapitalismus:

Seine Arbeit im Schlachthof besteht darin, Gedärme der ausgeweideten Tiere zusammenzufegen. Andere Arbeiter:innen müssen gammelndes Fleisch in Konserven pressen.

In diesem bis zum Kleinsten heruntergebrochenen Arbeitsprozess gibt es auch noch die „Knocker“ – zu Deutsch etwa „Schläger“: Sie sind damit beauftragt, den Schweinen mit einem Vorschlaghammer den Schädel zu zertrümmern. Was nach blankem Horror klingt, war eine gängige Methode der „Betäubung“:

[…] und während sie brüllend und stürzend dastanden, lehnte sich einer der „Schläger“ mit einem Vorschlaghammer bewaffnet, über das Dach des Pferchs und wartete auf eine Gelegenheit, einen Schlag zu führen. Der Raum hallte wider von den schnell aufeinanderfolgenden Schlägen und dem Stampfen und Treten der Stiere. Kaum war das Tier gefallen, ging der „Klopfer“ zu einem anderen weiter, während ein zweiter Mann einen Hebel anhob, die Seite des Pferchs anhob und das Tier, das noch immer strampelte und zappelte, auf das „Tötungsbett“ gleiten ließ. Hier legte ein Mann Fesseln um ein Bein, drückte einen weiteren Hebel, und der Körper wurde mit einem Ruck in die Luft gehoben. Es gab fünfzehn oder zwanzig solcher Pferche, und es dauerte nur ein paar Minuten, um fünfzehn oder zwanzig Rinder zu klopfen und sie herauszurollen. Dann wurden die Tore erneut geöffnet, und eine weitere Partie stürmte herein; […]

– Upton Sinclair: „Der Dschungel“ [vi]

Das „Bundes-Inspektionsgesetz“

Auch wenn US-Präsident Theodore Roosevelt Sinclairs Aussagen zunächst nicht glaubte, machten offizielle Behörden tatsächlich schlimme Entdeckungen.

Nur kurze Zeit nach der Veröffentlichung wurde mit dem „Bundes-Inspektionsgesetz“ von 1906 die Überwachung der Schlachtung und Verarbeitung von Tieren zu abgepacktem Fleisch zum Gesetz.

Doch Sinclair selbst war maßlos enttäuscht über diese Wendung.

Er hatte so viel Horror gesehen und miterlebt: von Tieren, die mit dem Hammer betäubt wurden, über ekelerregende Zustände beim Abpacken des Fleisches, bis zu den Arbeitenden, die als frische Immigrant:innen noch kaum Sprachkenntnisse hatten und alles einfach hinnehmen mussten. Schwere Verletzungen eingeschlossen.

Ich habe auf das Herz des Publikums gezielt und aus Versehen seinen Magen getroffen.

Upton Sinclair zum Cosmopolitan Magazine

2.2 Ursprung des Bolzenschuss

Wer jetzt denkt, dass das ja über hundert Jahre her ist und sich eine Menge geändert hat – liegt leider nicht ganz richtig: Zwar haben sich einige Abläufe verändert, aber das Grundprinzip der Schlachtung bleibt gleich:

betäuben – töten – zerlegen – verpacken

Selbst der martialisch wirkende „stumpfe Schlag auf den Kopf“ ist noch immer gängig: bei Hühnern zum Beispiel, die „euthanasiert“ werden, oder bei Fischen.

Ungefähr zur gleichen Zeit wie Sinclairs Roman, kommt ein Veterinär, dem die Tiere irgendwie am Herzen liegen: Doktor Hugo Heiss wollte den Tieren in seinem Schlachthof Leid und Qual ersparen

und kam auf die Idee, eine Art Schusswaffe für die Köpfe der Tiere zu bauen[vii].

Er hielt Vorträge und reichte sein Gerät herum. Damit brachte er den „Bolzenschuss“ in deutsche und später auch internationale Schlachthäuser.

Heute ist das Gerät Standard für die meisten großen Lebewesen wie Rinder, Pferde, Schafe und manchmal auch Schweine.

Für meinen Kurzfilm „Würdest Du?“ habe ich mir so ein Teil sogar mal bestellt: eine Art schwerer Metallknüppel, mit einem harten Stahlspieß in der Mitte.

Mein Modell wird mit einer Feder gespannt und durch Knopfdruck schießt der Metallspieß raus. Andere Varianten – auch die von Herrn Dr. Bruno Bruno Heiss – sind sogar mit Schwarzpulverpatronen gefüllt und klingen wie eine Pistole.

 

2.3 Betäubung? (Part 2)

Die Methode mit dem Bolzenschussgerät ist – um es diplomatisch auszudrücken – anfällig für Störungen. Das zeigen leider auch immer wieder Aufnahmen aus Schlachthöfen:

Tiere gehen zwar zu Boden, aber bewegen sich, sobald das Messer zusticht. Brutaler kann man sich Sterben kaum vorstellen.

Doch auch andere Methoden zur Betäubung von Tieren vor dem Schlachten sind nicht viel erfolgversprechender.

 

2.2.1 Betäubung mit dem Bolzenschuss

Rinder

Für große Tiere wie Rinder gibt es besondere Vorkehrungen, damit sie wegen ihrer Kraft und ihres Gewichts niemanden im Schlachtraum verletzen können:

Die Rinder werden in ein Gestell getrieben, in dem sie dann den betäubenden Kopfschuss mit einem Bolzenschussgerät bekommen.

Dieses Gestell wird meist mit Hydraulik geschlossen, damit die Rinder währenddessen eingeklemmt bleiben. In manchen Schlachthöfen wird selbst der Kopf hydraulisch fixiert, damit die Mitarbeitenden genau treffen können.

Dann schießt der Metallstempel des Bolzens mit voller Wucht in den Schädelknochen. Sitzt der Schuss nicht präzise, wachen die Rinder schwer verletzt wieder auf.

 

Schafe und Ziegen

In der Regel werden Schafe und Ziegen in ähnlichen Schlachthallen getötet, wie Rinder. Das bedeutet auch, dass ähnliche Betäubungsmethoden genutzt werden.

Schafe und Ziegen werden aber selten in eine Betäubungsvorrichtung gesteckt, da das Personal sie besser abfertigen kann.

 

2.2.2 Betäubung mit Gas

Der Engländer Henry „Hill“ Hickman hat eine steile Karriere hingelegt und im jungen Alter von 23 Jahren mit CO2 als Narkose experimentiert[viii]: Schon 1823 hat er Tiere mit dem Gas betäubt – und dann Gliedmaßen amputiert.

Was nach einem brutalen Tierversuch klingt … naja, es war es auch. Hm..

 

Aber seine Experimente waren nicht nur der erste Anästhesie-Versuch mit Gas überhaupt, sie legten auch den Grundstein für die Betäubungsmethode, die noch heute für Millionen von Tieren im Einsatz ist. Und schon damals war sie ätzend für die Tiere.

Obwohl unsere Luft auch zu einem Teil aus CO2 besteht, reagieren wir Säugetiere schon bei einer erhöhten Konzentration von 11 % Kohlendioxid in der Luft mit akuter Atemnot[ix]. In der Gondel herrschen mehr als 80 %.

 

Schweine

Wie die Betäubung mit CO₂ bei Schweinen aussieht oder sich anhört, haben wir schon vorhin besprochen. Diese Prozedur ist für den größten Teil von Schweinen die Regel.

Aber es gibt … „Innovationen“.

 

Ferkel

Vor einigen Jahren wurden Aufnahmen aus Schweineställen veröffentlicht, in denen Ferkel brutal getötet wurden, weil sie angeblich „lebensunfähig“ sind.[x]

Da solche Aufnahmen schlecht fürs Geschäft sind, mussten Alternativen gefunden werden. Auch hier ließen sich findige Ingeneur:innen wieder von Hickmanns „Erfindung“ der CO2-Betäubung inspirieren. Damit sollten angeblich kranke Ferkel endlich ein „schonendes Ende“ finden[xi].

 

„Mein Zugang kommt, glaube ich aus einer anderen Recherche: Da ging es um die CO₂-Box, also die die Tötung von Ferkeln – sehr, sehr jungen Ferkeln. Es wurde schon vor Jahren von Animal Rights Watch aufgedeckt, wie Ferkel totgeschlagen wurden. Also, die wurden einfach so auf den Boden gehauen und so quasi getötet. Das wurde aufgedeckt. Das ist ganz klar nicht legal.“
„Dann wurde [auf] andere Möglichkeiten der Nottötungen zurückgegriffen: Ein Schlag mit dem Stock […] auf den Kopf, den Hinterkopf und dann die Tiere ausbluten zu lassen – mit einem Kehlschnitt. Was aber eine sehr, ja blutige Angelegenheit ist.“
„Und ich vermute einfach, um eine elegantere Weise zu finden, die Ferkel zu töten, haben sie dann zurückgegriffen auf eine Mikrowellen- / Backofen große Box.“
„Und dort werden die Ferkel reingelegt und dann strömt CO₂ rein oder CO2 ist schon drin und dann ersticken die Ferkel. Und das war quasi die Verbesserung der Tötungsmethoden.
Und das fand ich so perfide […] ein so brutales und aggressives Gas zu verwenden, um Tiere zu töten. Das fand ich einfach so heftig und das war so mein erster Zugang zu der ganzen CO2-Thematik.

– Hendrik im Interview.

 

Eine Box wird mit Ferkeln gefüllt und dann CO2 aus einer Gasflasche eingeleitet, bis eine Sättigung von 80 % erreicht ist[xii].

Über Minuten quälen sich die Ferkel in dieser Box, bis sie dann „schonend“ sterben und entsorgt werden können[xiii].

Warum das überhaupt gemacht wird? Warum keinen Tierarzt rufen für schwache und kranke Tiere? – Das wird Teil einer anderen Folge sein.

 

Geflügeltiere

Für Hühner und Puten wird die CO₂-Betäubung auch angewandt, allerdings mit einem etwas anderen Prozedere: Sie werden in Transportboxen in Container gebracht, in denen eine sehr hohe CO₂-Konzentration herrscht.

Nach mehreren Minuten werden sie dann ans Fließband gebracht und geschlachtet.

Auch, wenn es Versuche mit anderen Gasen gibt, ist eine Abwendung von CO2 zur Betäubung in ferner Zukunft.

Zwar sind Edelgase wie Argon, Helium oder Stickstoff weniger schlecht bei der Betäubung – heißt: Sie reizen die Schleimhäute nicht und es gibt keine akute Atemnot. Aber zu Fehlbetäubungen kann es trotzdem kommen. Außerdem wäre der Preis für das Kilogramm Fleisch dann rund 1 Cent teurer[xiv].

 

2.2.3 Betäubung mit Strom

Für die meisten Tiere endet das Bewusstsein auf dieser Welt mit einem Elektroschock:

 

Ein kontinuierlicher Strom von rund ein bis zwei Ampere – ungefähr so viel wie ein kleiner Heizlüfter – durchfließt mehrere Sekunden den Körper. Dadurch bekommen die Tiere einen epileptischen Anfall und werden bewusstlos und empfindungsunfähig.

 

Schweine

In kleineren Schlachthöfen wird den Schweinen per Hand eine große Zange mit Spikes[xv] an den Kopf gesetzt.

Da diese Tiere aber meist panisch sind und ihrem Schicksal entfliehen möchten, gelingt es nicht immer, den richtigen Punkt zu treffen, und die Schweine werden nur schlecht betäubt[xvi].

In etwas größeren Schlachthöfen gibt es auch eine Art Fließband, in das die Tiere gezwängt werden. Hier sind die Schweine auf beiden Seiten fixiert und werden immer weitergeschoben, bis am Ende eine Stromzange auf sie wartet.

 

Hühner

Auch Hühner (oder andere Geflügeltiere) werden mit Elektroschock betäubt:

Nachdem sie am Schlachthof in Transportboxen ankommen, werden sie einzeln aus den Boxen genommen und mit den Beinen an eine Art Kettensystem eingehängt.

Kopfüber fahren sie dann durch ein Wasserbad, das unter Strom steht. Hühner, die sich zu stark bewegen, kleine Tiere oder fehlerhaft eingehängte Tiere laufen Gefahr, dass ihr Kopf nicht richtig mit Strom durchflutet wird[xvii].

 

Fische

Nur um es erwähnt zu haben:

Bei Fischen und anderen Meerestieren gibt es fast nie auch nur Versuche, die Tiere schmerzfrei zu töten. Eis, das bei manchen Fangmethoden auf die unzähligen Fische geworfen wird führt sogar eher noch dazu, dass die Tiere länger leiden.

 

2.2.4 Fehlbetäubungen

Da wir bei der Schlachtung literally von Fließbandarbeit reden, gibt es für die fehlerhaft betäubten Tiere in 99 % der Fälle keine Zeit den Betäubungsversuch zu wiederholen. Die „Schlachtstraße“ darf nicht stillstehen.

Das wiederum bedeutet, dass zwischen ein bis zwölf Prozent der Tiere noch Anzeichen von Bewusstsein haben, während ihnen die Kehle durchgeschnitten wird.

 

Ein Prozent klingt wenig, aber bei 700 Millionen geschlachteten Hühnern pro Jahr, reden wir hier schon von knapp 7 Millionen Individuen, die bei vollem Bewusstsein in die rasende Klinge schauen und sie in ihr eigenes Fleisch schneiden spüren.

Und rund ein bis zwölf Prozent der Schweine erleben ihren eigenen Tod mit – das sind bis zu 5 Millionen Schweine.

Wir reden also von ganzen Großstädten, die mit Tieren gefüllt sind, die während ihres sowieso zu kurzen Lebens schon auf engstem Raum aufwachsen mussten und eine Menge anderer Scheiße durchmachen mussten. Und sogar kurz vor dem Tod werden sie noch gequält.

Das Ding ist, dass im Endprodukt Fleisch nichts mehr von all dem Leid der Tiere zu sehen oder zu schmecken ist. Alle Qualen ausgelöscht, während die meisten unbekümmert in ihre Bratwürste und Steaks beißen.

Aber es gibt immer wieder Menschen, die solche üblen „Betäubungsfehler“ öffentlich machen. Sie zeigen auch, dass es ein systematisches Problem ist und kein Fehler von einzelnen Mitarbeitenden.

Und mit solchen Menschen, die das Leid unzähliger Tiere für uns alle sichtbar machen, arbeite ich immer wieder zusammen.

3. Tierschützer:innen undercover bei der Betäubung

Wir sind wieder im sogenannten „Tierwohl-Schlachthof“ irgendwo im Norden von Deutschland. Es ist nur ein Betrieb von vielen, der Kohlendioxid als Betäubungsmittel nutzt.

Und die Folgen genau dieser Art der „Betäubung“ – man kann es wirklich nur in Anführungszeichen setzen – wollen unsere Tierschützer festhalten und veröffentlichen.

Denn es ist grausam. Sehr grausam.

3.2 Die Realität der CO₂-Betäubung

Schweine, die in diesem Schlachthof ankommen, werden in Gruppen getrennt.

Ein System aus mechanischen Gittern treibt die Tiere dann schrittweise weiter. Vollautomatisch werden die Tiere immer weiter nach vorn geschoben.

Bis sie vor einer Schiebetür stehen.

Die neugierigen, aber ängstlichen Tiere haben keine Ahnung, was gerade passiert.

Wenn sich die Tür öffnet, werden sie ein letztes Mal maschinell geschoben: Auch wenn einige der Schweine sich wehren, werden sie vom Stahl und der brutalen Maschinerie letztlich bezwungen. Die verängstigten Schweine landen in der CO₂-Gondel.

 

„[…] Da sieht man dann auch schon, wie die Tiere anfangen, unruhig zu werden. Manche versuchen, dieser Wand, die sie da reinschiebt, zu entkommen.“
„Soweit ich weiß, riechen auch Schweine schon CO₂. Die kriegen ja auf jeden Fall mit, was da drin passiert. […] die Schweine, die vorher schon reingeschoben wurden, schon runtergefahren wurden in den Schacht – das kriegen die mit und die haben halt Angst. Das sieht man denen auch an, das steht ins Gesicht geschrieben.“

Unsere Verstecken Kameras haben auch genau das dokumentiert, wie Schweine damit mit dem Todesangst-Blick quasi in diese Gondel reingeschoben werden. […]

– Anna im Interview.

 

Dann schließt sich die Luke hinter ihnen, und die Gondel fährt hinab.

Es ist dunkel.

Die Tiere riechen die Angst der anderen.

 

Und dann fährt dieser Käfig, diese Gondel, in der die Schweine drin sind, nach unten. […] Also das ist meistens so, dass dieser Paternoster 9 Meter tief ist. Sechs Gondeln, die unterirdisch wie ein Karussell im Kreis fahren. […] Und dann sieht man auch schon auf unseren Aufnahmen, wie Tieren völlige Panik geraten.

– Anna im Interview.

 

Zuerst brennt jeder Atemzug.



Dann brennen die Augen.

 

Mit jedem Zentimeter, den die Gondel in die Tiefe fährt, werden die Schmerzen größer.

Je tiefer die Tiere kommen, desto mehr reizende Kohlensäure entsteht auf ihren Schleimhäuten. Zu diesen Schmerzen kommt schreckliche Atemnot.

Bis zu neun Meter in die Tiefe geht der Schacht. Die Wände und Gitter sind mit Kot verschmiert.

Viele Tiere winden sich. Einige koten sich vor Todesangst ein. Sie klettern übereinander. Versuchen zu entkommen. Versuchen zu schreien.

 

Und dann fahren sie quasi mehrere Meter tief. Dann hält die Gondel an.

– Anna im Interview

 

Wenn die Gondel ganz unten angelangt ist, kann niemand mehr Sauerstoff atmen:

Hier unten herrscht Dunkelheit. Und 80 Prozent CO₂ in der Luft machen das Atmen unmöglich.

 

„Da ist dann schon über 80-prozentige CO₂ Konzentration an diesem Punkt. […] Dann bleibt der Käfig da ungefähr so eine halbe Minute stehen und das ist die sogenannte Einleitungsphase: Das ist der Moment, wo die Tiere quasi in diesem Gas sind, wo dann das CO₂ in den Atemwegen zu Kohlensäure reagiert. Das sind brennende, stechende Schmerzen, die die Tiere haben. Dann haben sie Atemnot. Es ist im Prinzip so, als würde man jemandem eine Tüte über den Kopf ziehen und sie zuschnüren. Also, man atmet CO₂ ein, man kriegt keine Luft.“

Das ist ein ganz extremes Leid. Das ist genau dieses Gefühl zu ersticken – die Angst vorm Ersticken. Und das kann sich ja jeder vorstellen, wie schlimm das ist. Und das ist sozusagen ja der absolute Standard, der da stattfindet.

– Anna im Interview.

 

Die Tiere werden bewusstlos – endlich.

Dann das dauert so auf unseren Aufnahmen, so zwischen 30 und 45 Sekunden, bis die Tiere dann diesen Kampf überstanden haben und ihr Bewusstsein verlieren.

– Anna im Interview.

 

3.3 Die Aufnahmen

Als ich die Aufnahmen zum ersten Mal gesehen habe, wurde mir fast schlecht.

Fuck, ich sehe hier Tiere einen entsetzlichen Tod sterben.

 

Doch mein zweiter Gedanke war dann:

Diese Bilder können alles verändern!

 

Denn diese Methode der Betäubung ist in ganz Europa verbreitet. Bis zu 750 Schweine werden pro Stunde in solchen Anlagen betäubt. Rund 40 Millionen Tiere pro Jahr – alleine in Deutschland[xviii].

Und sogar die EU weiß, dass diese CO₂-Betäubung grausam ist: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) schreibt 2020[xix]:

„Es ist unangemessen, ein Tier bei vollem Bewusstsein einer bekannt schädlichen gasförmigen Umgebung auszusetzen, aus der es nicht entkommen kann […]“

 

Trotzdem müssen Millionen Schweine dieses Leid durchmachen.

Ganz abgesehen übrigens von dem Scheißdreck, der sonst noch so passiert …

Und ich glaube, ich finde das Thema deswegen so wichtig, weil es so selten gezeigt wird. Also, es gibt ja einige Bereiche in der Tierhaltung, die eigentlich illegal sein müssten, aber legal sind. Sowas wie zum Beispiel Sauen in körpergroßen Käfigen zu halten oder sowas. Und die CO₂-Betäubung ist halt auch so was. Das ist total brutal, super grausam. Keiner spricht darüber, niemand interessiert sich. Die Branche macht einfach so weiter, aus wirtschaftlichem Interesse, obwohl eigentlich klar ist, dass es tierschutzwidrig ist.

– Anna im Interview [9].

Wenn diese Bilder an die Öffentlichkeit gelangen, muss es eine Debatte darüber geben! Dieser Horror darf nicht einfach weitergehen!

[Polizei-Sirene]

Doch leider kam alles etwas anders …

3.4 Die Verhaftung

[Hochdruckstrahler]

Die Mitarbeitenden im Schlachthof sind gerade dabei, die CO₂-Gondel einer Routine-Reinigung zu unterziehen. Denn es ist nicht gerade ein sauberer Ort, wenn hier jeden Tag hunderte Schweine ihr Leben verlieren.

[Hochdruckstrahler – Klong]

Ein komischer, schwarzer Block. Hier drin?

Der Mitarbeitende ruft seinen Chef. Und der schlägt Alarm.

Dem Betriebsleiter ist sofort klar, dass das eine versteckte Kamera ist.

In seinem Betrieb?

Er informiert die Polizei.

[leiser Regen – leises Industrie-Gebrumme]

In dieser Nacht wissen die Tierrechtsaktivist:innen noch nicht, dass sie aufgeflogen sind.

Irgendwie wirkt zwar alles ein wenig „off“, aber der Plan steht.

Der Adrenalinpegel ist hoch und das Herz schlägt jedem hier bis in den Hals.

Heute soll es eigentlich schnell gehen: Nur rein und die Aufnahmen sichern!

[Füße auf Asphalt]

Sie gehen rein.

[Tür öffnet sich]

Alles ist ruhig.

Doch irgendwas ist komisch.

[Regen – dann Martinshorn]

Dann blitzt plötzlich Blaulicht durch die Fenster und reflektiert auf den weißen Kacheln.

Alle frieren kurz ein. Dann kickt der Profi-Instinkt ein: Sie versuchen, in die gleiche Richtung zu fliehen, aus der sie kamen. Doch die Sirene ist hier schon laut zu hören.

Auch die anderen Wege sind versperrt. Die Polizeiautos kreisen mit quietschenden Reifen über den Hof.

Dann geht’s ganz schnell: Die Aktivisti stürmen aus der Tür zur Straße und in ein kleines Gebüsch. Sie kauern sich hin. Der Regen prasselt auf sie.

Überall Schritte um sie herum. Taschenlampen. Immer näher.

Dann der Spruch, den wir alle aus Filmen kennen:

„Polizei! Kommen Sie mit erhobenen Händen raus!“

Die Aktivisti ergeben sich und kriechen aus dem Busch. Die dutzenden Polizist:innen um sie herum haben die Hände an ihren Waffen.

Die Tierrechtler:innen müssen im Regen vor ihnen knien, bis ihre Personalien festgestellt wurden.

 

Wie in einem schlechten Krimi drängelt sich währenddessen jemand durch die Reihen von Polizist:innen:

„[PIEP], Betriebsleiter [PIEP] Qualitätsfleisch.“

 

Doch die Beamten schieben den Schaulustigen zur Seite. Aber zumindest konnte er „seine Beute“ begutachten.

„Es war recht früh klar, dass was nicht stimmt. Der Zugang zu dieser CO₂-Betäubungsanlage über so eine kleine Tür – die immer offen war – war verriegelt. Das war davor nicht so gewesen. Da war sehr bald klar: Irgendwas ist seltsam. Und das bedeutet für uns erst mal kurz besprechen.“

„Das hat für uns Rückzug bedeutet. Und dann: Neubewertung der Situation.“

„Und irgendwann war dann klar: die Polizei ist da. Und wir haben versucht, quasi über den Weg, den wir reingegangen sind […] wieder zu fliehen. Da hat die Polizei aber schon dort gestanden. Dann sind wir wieder zurück in den Schlachtraum. Dort führt auch eine Tür direkt zur Hauptstraße nach vorne raus und dann sind wir durch diese Tür rausgegangen. Dann kam quasi das Polizeiauto […] wieder auf die Hauptstraße vor und hat uns gesehen.“

„Es ist quasi ein Industriegebiet in der Stadt. Das heißt, hier gibt es nicht viele Wege. Und wir sind dann in einen Weg rein – so ein Fußgänger- / Fahrradweg – und dort war aber auch schon die Polizei und hat geleuchtet und wir ins Gebüsch haben uns dort versteckt.“

„Mir war relativ früh klar, dass es absolut aussichtslos ist sich zu verstecken.“

„Ich weiß nicht, wie lange es war. Ob’s paar Minuten waren – es kam mir sehr, sehr kurz vor.“

„Mein Kopf hat gerattert und war so: das führt hier zu nichts, das bringt nichts. Wir haben auch gehört, die Polizei, die nach uns ruf. Wir haben in den Lichtkegel von der Taschenlampe gesehen, der immer näher kommt. Und dann sitzt man da, versucht nicht zu atmen, kein Geräusch zu machen.“

Dann auf einmal hatte dann gerufen: Polizei, kommen Sie bitte raus – nee, nicht bitte. Polizei, rauskommen! […] Auch sehr bald die Aufforderung: mit erhobenen Händen.

– Hendrik im Interview.

„Bei mir hat’s dann sofort klick gemacht: Wir haben verloren, die haben gewonnen.“

Bin dann da so rausgekrochen. Musste mich auch hinknien. Es hatte geregnet, der Boden war nass. Meine Erinnerung war, dass ich in einer Pfütze da drin gekniet habe. Mir war klar, ich sage jetzt hier auch nicht groß was, sondern wie es halt so typisch ist. Man sagt das, was auf dem Personalausweis draufsteht, mehr nicht.

– Hendrik im Interview.

„Ja, ich glaube, ich war der Einzige, der keine Handschellen abbekommen hat.“
„Ich hatte schon ein bisschen mulmiges Gefühl zur Polizei mit zu geben. Ich glaube hauptsächlich wegen des Gruppenaspekts.
Und ich war auch als erste auf der Polizeistation.“

– Hendrik im Interview.

 

„Und wir wurden dann abfotografiert von der Polizei. Mussten die Tattoos an unserem Körper zeigen, dass die abfotografiert werden konnten. Ich habe sehr klar gesagt, ich mache wirklich, wirklich nur das was ich tun muss.“
Ich mache nicht mehr, als ich verpflichtet bin zu tun. Und natürlich hat der Polizist trotzdem versucht, eine Frage, ob ich rauche, welche Fremdsprachen ich spreche. Ich meinte muss ich dazu was sagen oder meint der dann doch wieder: Ah, nee, stimmt, müssen sie gar nicht.

– Hendrik im Interview.

 

Dass ich erkennungsdienstlich behandelt wurde, fand ich kacke. Das hatte ich auch zum ersten Mal. Fingerabdrücke und was weiß ich, was sie dann alles von einem nehmen. Das fand ich schon kacke. Aber ja, es ist halt ein bisschen so – keine Ahnung – ist jetzt halt so und es macht man es halt irgendwie hier so durch und so mit und, na ja, am Ende noch ein Selfie gemacht.

– Anna im Interview.

 

Die Tierrechtsaktivisti werden noch in derselben Nacht aus der Polizeistation entlassen. Was sie erwartet, können sie nur erahnen.

Eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch ist ziemlich sicher.

Aber was passiert mit den Bildern aus der CO₂-Gondel?

Für sie ist aber sicher: Sie wollen dafür kämpfen, dass diese Bilder an die Öffentlichkeit kommen!

Das ganze Skript?

Das komplette Transkript gibt es für Patreon-Follower.

Dieser Podcast verlangt eine Menge ab von allen Beteiligten. Dafür bietet er euch Content, den es sonst nirgendwo gibt. Noch mehr exklusiven Content gibt es bei Patreon.

Das war die zweite von drei Folgen zum „Schlachthofprozess“.

Der Podcast „dreckige Pfoten“ soll ein bisschen Licht ins Dunkle bringen und Seilschaften, Lobbyismus, Tierqual und die Arbeit von dutzenden Recherche-Aktivisti sichtbar machen.

Deshalb meine Bitte: Wenn ihr von dieser Folge nur einen Bruchteil interessant fandet, sagt es weiter und bewertet den Podcast!

Auch Hendrik und Anna brauchen eure Unterschrift, euer Like auf Instagram und auch finanzielle Unterstützung. Schaut dazu einfach auf www.schlachthofprozess.org

Viele Quellen und das Transkript findet ihr auf www.dreckige-Pfoten.de

Rechtliche Beratung für den Podcast: Benjamin Lück

Die Intro-Musik ist von Manuel Rathje

Für diesen Podcast wurden Stimmen teilweise mithilfe von KI erstellt.

Da das Verfahren wegen den Aufnahmen aus der CO2-Betäubungsanlage noch immer läuft, wurden teilweise andere Aufnahmen von Organisationen wie Animal Rights Watch und SOKO-Tierschutz genutzt. Die Links dazu findet ihr auf der Website.

dreckige pfoten

Weitere Infos

 

Die Werbespots der Industrie:

Image-Spots

https://www.youtube.com/watch?v=IxzB10am8Zs

https://www.youtube.com/watch?v=rWeB72rMQk8

https://www.youtube.com/watch?v=PbeF-9nrA7w

https://www.youtube.com/watch?v=Ij2JFaCfKhQ

https://www.youtube.com/watch?v=UX4RPouoVy0

 

Werbung

https://www.youtube.com/watch?v=1sG8U6NMH_U­­­­­­

https://www.youtube.com/watch?v=8kHPd8T67GM

https://www.youtube.com/watch?v=MwYQMpd_eZA

https://www.youtube.com/watch?v=ay1dFRKA6lw

https://www.youtube.com/watch?v=f3OOMY8RFFU

https://www.youtube.com/watch?v=VDwXTWD7yvU

dreckige pfoten

Quellen

[i] Siehe hier Seiten 5+6: https://elib.tiho-hannover.de/servlets/MCRFileNodeServlet/etd_derivate_00002993/remiend_2001.pdf

[ii] https://www.goodreads.com/quotes/79118-they-use-everything-about-the-hog-except-the-squeal

[iii] Encyclopedia of Chicago: Dictionary of Leading Chicago Businesses (1820-2000) that was prepared by Mark R. Wilson, with additional contributions from Stephen R. Porter and Janice L. Reiff.  Online: https://web.archive.org/web/20090719222132/http://www.encyclopedia.chicagohistory.org/pages/2883.html

[iv] Siehe auch: https://en.wikipedia.org/wiki/Union_Stock_Yards

[v] Siehe hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Bubbly_Creek

[vi] https://etc.usf.edu/lit2go/77/the-jungle/1263/chapter-3/

[vii] Hugo Heiss hat eine entsprechende Schrift 1904 veröffentlicht: „Das Betäuben der Schlachttiere mittels blitzartig wirkender Betäubungsapparate“ https://www.niederbayern-wiki.de/wiki/Hugo_Hei%C3%9F

[viii] Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Narkose und https://en.wikipedia.org/wiki/Henry_Hill_Hickman

[ix] Siehe https://vgt.at/de/aktuelles/detailseite/7612/co2-betaeubung-bei-huehnern.html und https://www.researchgate.net/profile/Mohan-Raj-2

[x] Die Aufdeckung von Animal Rights Watch gibt es hier: https://www.ariwa.org/totschlagen-kleiner-ferkel-ist-standard/

[xi] https://www.topagrar.com/schwein/news/ein-schonendes-ende-nottoetung-unheilbar-kranker-schweine-mit-co2-oder-e-zange-9552240.html

[xii] https://www.agrarheute.com/tier/schwein/nottoetung-saugferkeln-sollten-wissen-529489

[xiii] Hier ein Artikel von Spiegel Online: https://www.spiegel.de/wirtschaft/toetung-von-ferkeln-mit-kohlendioxid-so-brutal-wie-legal-a-ab02233f-498a-4553-bbfa-25d5ee06e652 Archiv: https://archive.is/k6bCW

Und hier gibt es Einblicke in eine Recherche von ARIWA: https://www.ariwa.org/co2-toetung-ferkel/

[xiv] Studie des Friedrich-Löffler-Instituts und VION: https://www.fli.de/de/presse/pressemitteilungen/presse-einzelansicht/projektabschluss-projekt-tiger-untersuchte-tierschutzgerechtere-alternativen-zur-co2-betaeubung-von-schlachtschweinen/

[xv] Diese Geräte sind ein Industriestandard: https://www.hubert-haas.de/produkte/betaeubungsgeraete/

[xvi] Eine Studie dazu: https://www.researchgate.net/publication/263264458_Identifying_reasons_for_stun_failures_in_slaughterhouses_for_cattle_and_pigs_A_field_study
und noch eine: https://www.openagrar.de/receive/openagrar_mods_00018871

[xvii] Auch hier eine Studie dazu: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8151686/

[xviii] Siehe: https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/deutschland-umstrittene-co2-methode-bei-schweineschlachtung-14169503.html und https://archive.is/0xID0

[xix] Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA (2020): Schweine bei der Schlachtung: Tierschutzmaßnahmen. Online abgerufen am 12.8.24: https://www.efsa.europa.eu/de/news/pigs-slaughter-measures-address-welfare-concerns

Ebenso: Eurogroup For Animals (2020): EFSA (finally) affirms that CO2 stunning is incompatible with pig welfare at slaughter. Online abgerufen am 12.8.24: https://www.eurogroupforanimals.org/news/efsa-finally-affirms-co2-stunning-incompatible-pig-welfare-slaughter

Die Musik und die KI-Stimmen habe ich von Artlist. Meldet euch unter diesem Link an, um diese Musik, AI-Bilderstellung oder AI-Voice-overs und vieles andere für euren Content zu nutzen.     mit markierte Links sind Affiliate-Links. I know, wir sind keine Fans. Aber: es kostet euch nichts.

eindringliche
Geschichten

Nicht »noch ein Laber-Podcast« – sondern eindringliche Geschichten, mit Haltung und Herz über die grausamste Industrie unserer Zeit.